Angst vor Not

Hier noch eine Perle von Khalil Gibrans Propheten:

Und was ist die Angst vor Not anderes als die Not selbst?

Die Angst vor irgendetwas in der Zukunft macht uns irrational.
In der Angst treffen wir dumme Entscheidungen, denn unsere Gehirne und unsere Herzen werden enger in der Angst. Jeder dieser Aspekte fördert noch mehr Angst und noch mehr Dummheit und Kleinmut.

Darin sind sich Scham und Angst sehr ähnlich.
Beide vertiefen die Ausweglosigkeit mit jedem weiteren Tag. Das lässt sich bis hin zu unserer Biochemie und Physiologie nachweisen.

Angst ist hilfreich in der kurzfristigen Alarmsituation, wenn es gerade gefährlich ist. Durch den Adrenalinschub der Angst rettet man sich, dann schüttelt man die Angst ab und weiter geht es – so wie die Antilope, die Sekunden, nachdem sie den Löwinnen entronnen isst, friedlich mit ihren Freunden weitergrast.

Gefährliche, vermeidbare und lange anhaltende Situationen, wie Krieg, Armut, Abhängigkeit sind aber zu verlassen oder zu meiden.
Insofern sind all die Menschen, die es geschafft haben, eine längerwierige Gefahr zu verlassen, wie beispielsweise Flüchtlinge, Migranten oder Menschen, die ihren  Abhängigkeiten entkommen sind, im Vergleich die Klügsten unter ihresgleichen.

 

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