Heimat, Herkunft und Folklore

Im Jahre 1999 erlebte ich in Frankfurt am Main in der Fussgängerzone, wie Roland Koch und seine Crew Unterschriften gegen die doppelte Staatsbürgerschaft sammelten.
Ich wurde auch angesprochen.
Damals hatte ich nur die kroatische Staatsbürgerschaft.
Ich ging mit den Unterschriften-Sammlern kurz in die Diskussion, und ich sagte, dass der Doppelpass mich und meinesgleichen GENAU beschreibt. Sie ließen schnell von mir ab.

Am Abend erzählte ich meinen bis heute kroatischen Eltern von den Erlebnissen. Sie sagten, „doppelte Staatsbürgerschaft, was soll denn das sein, und wozu soll das gut sein?“
Ich sagte „für Menschen wie mich“.

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Epidemie oder Pandemie? Häusliche, tödliche Gewalt gegen Frauen

Alanna Vagianos schrieb 2014 in ihrem Artikel in der Huffington Post, dass in der Zeit von 2001 und 2012 6488 amerikanische Soldaten in den Kriegen in Afghanistan und Irak getötet wurden.
In der selben Zeit wurden fast doppelt so viele, nämlich 11.766 Frauen alleine in den USA von ihren aktuellen oder ehemaligen männlichen Partnern oder Ehemännern ermordet oder totgeschlagen.
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Verherrlichung von Alkohol

Marketing macht mürbe

Alkohol wird in unserem Kulturkreis im Allgemeinen verherrlicht, verniedlicht, verharmlost.

Wenn man bedenkt, dass Menschen, die ihre Alkoholsucht überwinden wollen, oftmals Jahre oder Jahrzehnte schrecklichen Leidens und Rückfälle erleiden müssen, und wenn sie denn endlich nüchtern werden, dann nochmal Jahre oder Jahrzehnte von Therapie und Begleitung brauchen, bis sie wieder in ihre alte Form gelangen, bis sie wieder arbeits- und belastungsfähig werden (falls ihnen das überhaupt gelingt), dann kann man sich über den flächendeckenden blinden Fleck nur wundern.

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Neue Rezension für Rauschliebe

Die Psychotherapeutin und Buchbloggerin Mirella Pagnozzi hat mein Buch gelesen und rezensiert.
Ich freue mich sehr über ihre Detail- und Kenntnisreiche Bewertung.
Besonders interessant finde ich, was sie im Zusammenhang von Alkoholismus und Polytoxischem Verhalten erzählt.
Sie sagt beispiesweise, sie habe in ihrer Arbeit mit Suchtpatienten  noch keine suchtkranke Person getroffen, die auch sexsüchtig war.

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Verlogene Selbstgespräche

Jede Lüge, die Du Dir selbst erzählst, und die Du wiederholst, lebt auf Kosten Deiner Substanz, Deiner Vitalität.
Während Du vor Dir und der Welt Lügen aufrecht erhältst, kannst Du nicht in Deine Größe treten.
Diese beiden Dinge schließen sich aus.

Typische Lügen kennt Ihr aus meinen BullshitBingoBlogartikeln.
Andere Lügen kennt Ihr von meinen Artikeln über Sucht und Co-Abhängigkeit.


Typische und weit verbreitete Lügen sind:
Ich kann das nicht
Niemand braucht mich
Ich bin nicht gut genug
Ich habe keine Zeit dafür
Was ich mir da zusammenträume, ist sinnlos
Es ist ein sinnoses Vorhaben
Die anderen würden mich hassen
Ich würde mich beschämen
Ich würde meine Familie beschämen.

Affirmationen

Menschen jammern gern und viel.
Jammern und Nörgeln scheinen einen geselschaftlichen Kitt zu erzeugen „wir gegen die“ oder „in unserem Elend halten wir wenigstens zusammen“.

Während Du andern gegenüber jammerst, hört auch Dein Gehirn sehr gut zu.
Dein Gehirn macht aus Deinem Nörgeln und Jammern Affirmationen.
Dein Jammern oder Deine Beschwerden sind für Dein Gehirn Handlungsanweisungen, auch wenn du jammerst, um darauf hinzuweisen, dass Du es eigentlich gerne besser hättest. Weiterlesen „Affirmationen“

Lebensprägende Bücher und Filme

Rauschliebe

Es gibt sehr viele Bücher und Filme, die mich nachhaltig geprägt, und sogar mein Leben verändert haben.
Hier sind die offensichtlichsten:

In 2004 wurde ich Vegetarierin, wegen einer Szene in Haruki Murakamis Buch „Kafka am Strand“. Die Szene, in der Johnny Walker die Katzenherzen heraustrennt und isst.

In 2005 wurde ich Sexual- und Kreativitätsforscherin wegen Julia Camerons Buch „Der Weg des Künstlers“.

In 2014 verstand ich durch Thomas Pikettys Buch „Das Kapital im 21. Jahrhundert“, dass das Geldsystem, wie ich es bis dahin verstand, ein einziger Brainwash ist. Weiterlesen „Lebensprägende Bücher und Filme“