Hör gut zu :-)

Ich möchte gerne besser zuhören können.
Das denke ich immer wieder, wenn ich mit Menschen zu tun habe, die super zuhören können. Ich glaube sogar, dass ich mich mit ihnen so wohl fühle, weil sie einfach extrem gut zuhören. Bei diesen Menschen bekomme ich den Eindruck, dass sie um echtes Verständnis bemüht sind, und wirklich wissen wollen, was ich zu sagen habe.

So möchte ich auch sein.

“We should all know this: that listening, not talking, is the gifted and great role, and the imaginative role. And the true listener is much more believed, magnetic than the talker, and he is more effective and learns more and does more good.” —Brenda Ueland

Verständnis ist ein Grundbedürfnis von uns Menschen; wenn es mir durch Zuhören gelingen kann, ein tiefes Grundbedürfnis meiner Mitmenschen zu stillen, will ich darin richtig gut werden.

 

5 Antworten auf “Hör gut zu :-)”

  1. Das würde ich auch gern. Tipp und Tricks sind sehr willkommen. Ich hatte monatelang einen Erinnerungssatz zum besseren Zuhören in meiner todo-Liste und habe gemerkt, wie schwierig es für mich ist, während Gesprächen darauf zu achten.

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    1. Das ist mir gerade dazu eingefallen: Wenn Dein Gegenüber seine Rede endet, halte einige Momente inne und lasse das soeben gesagte auf Dich wirken. Warte einige Sekunden, lasse die Stille geschehen, bevor Du selbst sprichst. Viel Spaß! 🙂

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  2. Zuhören können wie Momo

    Wenn Sie das wirkliche Zuhören genau so sehr schätzen wie ich, dann kennen Sie sicherlich auch den philosophischen Märchen-Roman „Momo“ von Michael Ende. Und wenn nicht, dann steht Ihnen mit dem kennenlernen von Momo vielleicht noch eine freudige Begegnung bevor. Ebenso wie all den anderen Roman-Figuren und auch echten Menschen, die das Mädchen Momo kennen und schätzen lernten.

    „Aber warum schätzen die Menschen die kleine Momo so sehr?“ fragen Sie sich vielleicht. Das fragt auch Michael Ende und berichtet: Sie war weder so klug, dass sie jedem Menschen einen guten Rat geben konnte, sie konnte auch nicht besonders schön singen oder tanzen, sie konnte auch keine Zauberkunststücke vorführen noch den Menschen aus der Hand lesen und die Zukunft voraussagen.

    Nein. „Was die kleine Momo konnte wie kein anderer, das war Zuhören.“ (Das steht im zweiten Kapitel des Buches „Momo“, falls Sie es nachlesen möchten.)
    Zuhören ermöglicht einen kreativen Prozess

    Momo konnte so gut zuhören, dass in dem anderen, der ihr etwas erzählte, plötzlich „Gedanken auftauchten, von denen er nie geahnt hätte, dass sie in ihm steckten.“ Momo konnte sogar so gut zuhören, „dass ratlose oder unentschlossene Leute auf einmal ganz genau wussten, was sie wollten. Oder dass Schüchterne sich plötzlich frei und mutig fühlten. Oder dass Unglückliche und Bedrückte zuversichtlich und froh wurden.“ Das Beste aber war: Wenn jemand glaubte, sein Leben sei ganz nutzlos und sinnlos und er sei so bedeutungslos und ersetzbar „wie ein kaputter Topf“; wenn er das alles der kleinen Momo erzählte, „dann wurde ihm, noch während er redete, auf geheimnisvolle Weise klar, dass er sich gründlich irrte, dass es ihn, genau so wie er war, unter allen Menschen nur ein einziges Mal gab und dass er deshalb auf seine besondere Weise für die Welt wichtig war.“ So gut konnte Momo zuhören!

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