Toxische Äußerungen

Habituelle Negativität, Jammern und Klagen gehören zu den giftigsten Gewohnheiten, denen wir uns hingeben können.

Meiner Meinung nach spielen sie in einer ähnlichen Liga wie Sucht und Drogenmissbrauch. Habituelle Negativität und Co. vernebeln dir die Realität, und lassen dich Dinge glauben, die du gerade selbst induziert hast.

Jedesmal, wenn Du Dich Ihr hingibst, bestärkst Du die neuronalen Strukturen, die mit jedem Male alles Andere unwahrscheinlicher machen. Genauso wie jede weitere Zigarette oder jedes weitere Glas Wein die Abstinenz unwahrscheinlicher machen. Dein Gehirn wandelt auf seinen eigenen treuen Pfaden, wenn Du ihm nicht etwas anderes anbietest und antrainierst.

Du fühlst Dich mit deinesgleichen am Besten, und wenn einer mal etwas Zuversichtliches sagt, oder etwas Konstruktives tut, dann erschrecken die anderen, und holen ihn schnell, aber ganz schnell wieder auf den „Boden der Tatsachen“ zurück…

Schwer auszuhalten das alles, und dennoch überall zu beobachten, auch bei mir selbst…

Sarkasmus, Zynismus, Ironie, Vertuschung und Leugnung sind übrigens die Vettern und Cousinen von habitueller Negativität, und zusammen ergeben sie ein übles, finsteres Bild der Welt.

Allen gemeinsam ist, dass die Lüge in ihrer Mitte wunderbar gedeiht.

  1. Liebe Carmen,
    super zusammengefaßt und auf den Punkt gebracht, finde ich … Danke!

    Die Ursachen eines sich im Negativ-Zusammen-Rottenden liegen oft in der bis hin zur Lethargie enttäuschten Seele, ihre eigenen Impulse nicht mit den Anforderungen aus Gesellschaft und Umfeld in Einklang bringen zu können.

    Das beginnt ja spätestens durch das staatl. verordnete Gießkannen-Friss-oder-Stirb-Schulsystem (Bulemielernen usw.) und endet mit dem Zwang von beruflichen Tätigkeiten, die nur gegen den am Ende des Monats auf dem Konto eingehenden Schmerzensgeldbetrag geleistet werden …

    In einer solchen Sklavengesellschaft wird der nach Freiheit und Kreativität strebende Mensch als toxisch für die eigene Convienience empfunden, in der man sich schwelgt.
    Er macht nicht nur die tatsächlichen inneren Mangelzustände sichtbar, sondern ist ein Risiko, da durch sein Verhalten möglicherweise nicht nur er „bestraft“ wird, sondern es für die ganze Gruppe „Restriktionen“ geben könnte. Die vorgestellte Angst vor negativen Auswirkungen bei „Widerstandshandlungen“ und das daraus resultierende „Aufpasser- und Verleumdungsverhalten“ in den eigenen Reihen ist übrigens ein starker Indikator für faschistoide Gesellschaften.

    Toxische Wirksamkeit hat also auch zwei Seiten -je nach dem aus welcher Richtung man schaut:
    für den Freiheitsstrebenden ist das toxisch, was ihn und die Menschenseele an der Entfaltung der eigenen Potenziale krass hindert
    für den Sklaven sind aber gerade Freiheitspostulierende Aussagen und Verhaltensweisen toxisch, denn diese lassen möglicherweise seine Welt und den letzten Rest, den er sich darin noch mühsam zusammengeschustert hat, einstürzen …

    Als Pilatus dem Volk die Wahl gab, einen der am Kreuze hängenden frei zu lassen, wählten sie eben NICHT den Heiler und Neuschöpfer, sondern nahmen die von dem Mächtigen (röm. System) ihnen angebotene Macht an, um im Sinne der Mächtigen zu handeln, nämlich den wirklichen Verbrecher Barabbas frei zu lassen, der nämlich für das bestehende System keine Gefahr darstellte – und zeigten damit der bestehenden Macht, daß sie sich der ihnen übertragenden Macht als würdig erwiesen haben…

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