Das Große Ganze

Jeden Morgen stelle ich mir einige selbst entwickelte inspirierende und motivierende Fragen.
Diese Fragen sollen in meinem aktuellen Buch zu einem Journal entwickelt werden.
Die letzte Morgenfrage betrifft das „Große Ganze“ also praktisch alles und jeden in meinem Leben. Hier schrieb ich schon mal kurz darüber, und heute will ich etwas weiter ausholen.

Das Große Ganze

wenn wir uns Ziele stecken, dann macht es wirklich Sinn, uns zu fragen, warum wir diese Ziele erreichen wollen.
Meist haben wir diffuse Ziele, die wir irgendwie verfolgen, aber die innere Weisheit des Ziels uns ist nicht zugänglich.
Beispielsweise mehr Geld, mehr Muskeln, mehr Struktur und Ähnliches.
Diese Ziele sind aber eher Zwischenziele, die uns zu unseren höheren Zielen führen:

Alle Menschen folgen den höheren Zielen Schmerzvermeidung und Freude.
Wir verbinden all unsere Entscheidungen und Handlungen damit, weniger Schmerz oder mehr Freude zu empfinden. Sie sind tief verwurzelte Gründe, uns zum Handeln zu motivieren.

Das bedeutet, mit der wiederholten Frage nach dem WARUM, erhalten wir unter Umständen unsere höheren Ziele – mehr Freude und weniger Schmerz.

Wir Menschen sind unterschiedlich, doch wenn die Grundbedürfnisse einmal gedeckt sind, dann erreichen manche Menschen diese höheren Ziele mittels Reisen auf dem Globus, und andere wieder mit Reisen nach innen.
Die einen brauchen dafür einen gesunden Körper die anderen ein erfülltes Sexualleben.
Die einen brauchen viel Geld oder Freiheit, die anderen die Sicherheit einer Familie und eines warmen Freundeskreises.
Die einen brauchen künstlerischen Ausdruck, die anderen politisch- soziales Engagement.

So.

Wie sieht Dein Großes Ganzes aus?
Was ist das Destillat Deiner Bedürfnisse, Ziele und höheren Ziele?
Welche Aspekte sind die Krönung Deines Lebens, und wie kannst Du sie in Worte fassen, in ein Symbol, ein Bild, oder in einen Klang?

Ob Du Dein Großes Ganzes sinnlich oder intellektuell erfasst, ob mit Deinen Augen, Ohren, mit Deinem Körper oder Deinen Worten – wie Du also Dein Großes Ganzes zum Ausdruck bringst, ist Deine Sache.

Frag Dich
Was sind meine Ziele?
Wozu?
Wofür?
Warum?

Welche Lebensbereiche müssen unbedingt in Deinem ganz eigenen Leben berücksichtigt und erfüllt werden?
Dein Großes Ganzes soll Dir Ziel, Richtschnur, Vision, Mission und Wertekanon sein!

Was macht Dein Großes Ganzes aus?

2 Antworten auf “Das Große Ganze”

  1. Ich habe da eine andere Lebensauffassung für mich selbst gewonnen:
    Weg und Ziel bin ich selbst.
    In meiner Bewußtseinsentwicklung hier auf der Erde durchläuft mein Bewußtsein verschiedenen Etappen.
    Als Säugling und Kleinkind, spüre ich noch genau, wer ich bin – die Biologie des Körpers hat ihre eigenen Bedürfnisse, die sie auch zielgerecht verfolgt mit den gegebenen Möglichkeiten …
    So lerne ich mich mit diesen Körperlichkeiten zu verbinden und als „meins“ zu sehen. Eigentlich ist alles Körperhafte – auch die Eltern – dann „meins“.
    Dann gibt es einen Sprung im Bewußtsein in die Dualität: meins-deins, die Sprache (die ja nicht selbst das „Ding“ ist) und dann ist mein Bewußtsein Verstand (sogenannte „Schulreife“).
    Hier nun wird alles veräußert: zu welcher Gruppe, Kleidung, Aussehen, Anerkennung durch das Außen usw.
    Das „Gutfühlen“ und die damit verbundenen Vorstellungen = Ziele werden mehr durch „peergroups“ bestimmt, diesbezüglich die Eltern mehr und mehr ersetzen …
    Nun geschieht ein weiterer Bruch/Sprung: „Anti-Empathie“, fühle mich selbst als eigenständigen „Gefühls- und Gedankenkosmos“, grenze mich ab, gehe weiter in die Polarität und erzeugt wird dadurch die Suche nach dem anderen Pol (sogenannte Pubertät).
    Nächste Stufe: was sind meine Fähigkeiten, was ist mein Wille, wie kann ich mich darin wieder mit dem „Außen“ verbinden. Hier wird nun eine bewußte Rückverbindung zu dem gesucht, aus dem man bisher herausgefallen war (Adoleszenz bis ca. 2 Mondknoten)
    Weitere Stufe: Wahrnehmung, daß man auch bis hierher eigentlich nur „Getriebener“ war (Karmabewältigung usw.), größere Desidentifikationen möglich (Ich bin nicht: „meine Familie“, „mein Beruf“, „mein Erfolg“ usw.) ermöglicht neuen, freieren Ansatz in der Ich-Welt-Beziehung: Verantwortung wird frei und nicht als „funktioniale Pflicht“ erfühlt/bestimmt usw.

    Die Bewußtseinsentwicklung geht so weiter in einer Emanzipation zur äußeren Welt bei gleichzeitiger Integration der Welt-Ich Seinsebenen.

    Ich erkenne mich als „Bewußtseinswandler“ durch die Zeitenströme und Epochen meiner Biografie und erlebe darin gleichzeitig die Menschenbewußtseinsentwicklung.
    Das Paradoxon: ich bin immer derselbe in allen Wandlungen – doch die Wandlungen entwickeln das Ganze und mich selbst.
    Alles, was ich wirklich benötige, ist da und war auch schon immer da.

    Die Maslowsche Bedürfnishierarchie/-pyramide gilt nicht für meine Vollendung.

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  2. Herrlich, lieber Jürgen.
    Deine Auffassung beschreibt Dich als Spirit in Materie.
    Bewusstwerdung, Bewusst sein.

    Wer so lebt, orientiert sich nicht mehr an den irdischen Umständen, sondern folgt dem Leben von innen nach innen – alles, was aussen ist, ist dann nur noch faszinierend und Schauplatz fürs Bewusstsein um zu lernen und zu wachsen.

    Wunderbar!

    Gefällt 1 Person

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