13 Antworten auf “my private party!”

  1. Da kann man Berlin ja wirklich nur dankbar dazu gratulieren, dass es Deine Heimstadt werden durfte!

    (Was für ein tolles beschissenes Bild!!! So ein mieses habe ich schon lange nicht mehr gesehen! — Oh, ich merke gerade: Ich habe, glaube ich, ein neues Fotothema: „Hässliche Bilder unserer Stadt!“)

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    1. ja, genau… Bin an genau dem Tag nach Berlin gezogen.
      Wir hatten keinen Fernseher, keine Handies, noch kein Internet und den ganzen Tag haben wir kein Radio gehört. Wir hatten auch noch keine Freunde in Berlin.

      Als wir in unserer Wohnung in Friedrichshain ankamen, steckte ich ein Telefon in die Buchse, schloss die Stereo-Anlage an (sowas gab es damals alles, haha), und machte das Radio an, um zu hören, was es Neues gab.
      ich dachte, ich höre die Buchlesung eines total verstörenden Thrillers, bis ich mir nicht mehr sicher war, ob es vielleicht doch eine live-Doku war.
      Dann rief ich meine Mutter an und fragte, ob das, was ich im Radio hörte wahr sei. Während wir telefonierten, flog das andere Flugzeug in den zweiten Turm.

      Mein damaliger Freund kam mit Essen in unsere neue Wohnung und ich berichtete ihm, was ich erfahren hatte. Wir waren erschüttert. Man hatte noch keine Inerpretationen für die Katastrophe.

      Für unseren ersten Abend in Berlin hatten wir Konzerttickets im Magnet (damals noch in Friedrichshain) für Bertrand Burgalat. Wir sind hingegangen und Bertrand und seine Crew haben gespielt, aber alle waren wie in Schockstarre. Nemand lachte oder feierte.

      Die ersten Bilder der einstürzenden Türme sah ich erst Tage später, in einem Fernseher, der in einem Schaufenster in der Friedrichstrasse stand.

      Was war mit Euch am 11.9.2001?
      Wo wart Ihr und was habt Ihr gemacht?
      Andi?

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  2. Damals war ich noch in der Schule. Als ich Nachmittags nach Hause kam und während dem Essen den Fernseher nebenbei laufen ließ, schalteten plötzlich alle möglichen Sender auf die live Berichterstattung aus NY. Da zeigten sie natürlich die Bilder des ersten Flugzeugs. Kurz danach sah ich dann wie alle, die das am TV verfolgten, das zweite Flugzeug folgen und das einstürzende World Trade Center. Wirklich begreifen konnte man das in dem Moment natürlich nicht. Ohne Frage war ich schockiert, es war nur auf eine Art so unrealistisch, dass ich das Gefühl dafür nicht wirklich definieren konnte.
    An dem Abend hatte ich dann wie jeden Dienstag Theorie Unterricht in der Fachschule. Dort war das dann praktisch das einzige Gesprächsthema.
    Am späteren Abend saß ich noch mit Freunden zusammen und wir haben versucht das irgendwie zu reflektieren und einzuordnen, soweit das an diesem Tag eben möglich war. Das dieses Datum in die Geschichte unserer Zivilisation eingehen würde war uns allerdings da schon sehr deutlich bewusst.

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  3. Gratuliere! Ich liebe zu schreiben, weil ich damit meine Gedanken ordnen kann und wenn sie über die Hand und Finger geflossen sind, ist bereits eine Prozess der Verarbeitung angestossen. Selbstreflexion!

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  4. Danke für die intressanten und bereichernden Kommentare!
    Ja, ich glaube auch, dass alle menschen verstanden haben, dass sich nach dem Einsturz der Twin Towers etwas ändern würde.

    Und Ja – Schreiben ist pure Magie!
    Wo zuvor Konfusion und Nebel war ist nach dem Schrieben Klarheit und Frieden… Unglaublich…

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