Ruhe vs. Prokrastination

Neulich hatte ich ein Gespräch mit Nanda darüber, dass sie sich in letzter Zeit ziemlich überarbeitet hat.

Ich empfahl ihr, sich bald, nach getaner Arbeit, ordentlich auszuruhen.
Sie nahm Bezug zu meinem an dem Tag aktuellen Blog-Beitrag über Prokrastination und sie sagte, „ja, morgen prokrastiniere ich mal“.

Daraus entwickelten sich weitere Gedanken und Einsichten über Prokrastination:

Ausruhen und Prokrastinieren sind zwei völlig
unterschiedliche
innere Zustände.

Beim Ruhen nimmst Du Dir bewusst Zeit, entspannt aus- und einzuatmen, füllst die Reserve-Tanks mit Energie, Kraft und Kreativität… Vielleicht bewegst Du Deinen Geist und Körper auf lockere, wohltuende Art, wie zum Beispiel bei einem schönen Spaziergang, oder Du zeichnest irgendwas…
Oder Du schläfst, meditierst, hörst ein gutes Hörspiel… Du bist bewusst NICHT am Arbeiten oder Nüsse knacken, sondern am Regenerieren.

Nach dem Ausruhen bist Du energiegeladen, und hast Kraft, das Kommende zu bewältigen.

Von aussen ähnelt Prokrastinieren vielleicht sogar dem Arbeiten oder dem Ausruhen –  doch von innen sieht es ganz andes aus. Es kann sein, dass Du stille Stunden an Deinem Schreibtisch sitzt – und haderst. Du guckst in den Monitor und der Monitor guckt zurück. Nichts passiert, ausser dass auf Facebook und Twitter immer irgendwas los ist.

Du drückst Dich vor der Aufgabe, die eigentlich ansteht, und das, was Du stattdessen tust, kostet Dich immense Anstrengung, weil Du fühlst, dass Du mental bei Deiner eigentlichen Aufgabe sein solltest.  Es erscheint Dir dennoch weniger anstrengend, die Ersatzhandlung zu betreiben, doch unterm Strich ist das eine Fehlkalkulation. Du gibst weder dem einen noch dem Anderen Deine volle Power bist aber ständig zerrissen und  „an irgendwas dran“. So können Stunden, Tage, Jahre der Lähmung und Erschöpfung vorbeiziehen.

Prokrastinierst Du chronisch, dann kann es zu wirklich schwerem Leid, Gefühlen von Unglück, Sinnlosigkeit und zu nachhaltigen psychischen Störungen kommen.

Der eigentliche Unterschied zwischen Ausruhen und Prokrastinieren ist, dass das eine Dich stärkt und mit Energie versorgt, während das andere Dich schwächt und Dir Energie raubt.

Prokrastinieren kann einen so auslaugen und fertig machen,
dass man sich davon ausruhen muss.

  1. Procrastination ist wirklich ein wichtiges Thema. Für einige Aufgaben kann man ein „aktives sich Treibenlassen“ als Weiterkommen ansehen. Eine gutes MIttel ist auch, sich anzugewöhnen den nächsten kleinstmöglichen Schritt zu unternehmen, wenn man merkt, dass man gerade nicht weiterkommt.

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