Schreiben-in-Berlin.de

Vor etwa zwei Jahren überraschte mich Dr. Michael Gutmann mit einer Einladung zu seinem Schreibworkshop, zumal ich bis dahin gar nicht wusste, dass er sowas anbot. Von selbst wäre ich wohl nie darauf gekommen, mich an einem Schreibkurs anzumelden. An der Einführungsveranstaltung nahmen etwa zehn Leute teil. Micha setzte zu Anfang ganz ruhig an, nahm Schwung auf, und meinte irgendwann ganz nonchalant „Wir schreiben über unser größtes Lebensthema!“

Wenn ich jetzt so daran zurückdenke, muss ich richtig lachen, wie wir alle erstmal schluckten,  zusammenzuckten, und ääh und öööh machten. Eine Teilnehmerin sagte, „aber ich weiss doch gar nicht, was mein Lebensthema ist“, ein Anderer, „ich will so private Dinge nicht mit Fremden teilen“ und wieder eine Andere fragte, ob wir denn Stilmittel besprechen würden.
Micha sagte „Pfeif auf Stilmittel und wenn Du nicht weisst, worüber Du schreiben willst, dann helfen wir Dir, es herauszufinden.“ Es klang, als wüsste er genau, wovon er redete.

Drei von uns hat er damit gewonnen.
Unsere kleine aber eingeschworene Gruppe kommt seither regelmäßig zusammen. Alle drei bis sechs Wochen treffen wir uns zu unseren Schreibtreffen. Jedesmal staunen wir, lachen und gruseln uns über die Dinge, die wir wieder ausgheckt und geschrieben haben!

Diese Gruppendynamik bewirkt Verschiedenes, allem voran MEHR ZUG zum Schreiben! In der Gruppe bereiten wir uns ein kreatives Ambiente, in dem sehr wohlwollende gegenseitige Anregungen ausgesprochen werden, wie der jeweilige Text zum Beispiel noch weiter ausgebaut werden kann und was vielleicht noch nicht so richtig spannend klingt. Wir fordern uns gegenseitig auf, vorzulesen oder eine/r von uns spürt selbst den Drang vorzutragen und dann hören die anderen gerne zu. Hat jemand von uns mal nichts geschrieben, dann versuchen wir, die Person zu kitzeln und zu motivieren, wieder anzufangen.

Das hat bisher noch immer geklappt!

In diesen zwei Jahren habe ich ein Buch geschrieben, das gerade lektoriert wird und inzwischen stecke ich schon wieder knietief in meinem Zweiten.
Seit allerdings der Blog auf meiner Agenda steht, habe ich an meinem Buchprojekt kaum weiter gemacht.
Wie ich beides unter einen Hut bringe, tüftle ich noch aus!

 

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